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Abschlussarbeit: Horizontalwirkung der Grundrechte der Europäischen Grundrechte-Charta im Arbeitsrecht

Im Jahr 2009 trat die Charta der Grundrechte der Europäischen Union (nachfolgend: EU-GRC) in Kraft. Damit verfügt die EU erstmals über einen eigenständigen und geschriebenen Grundrechtekatalog. Langsam bildet sich eine europäische Grundrechtsdogmatik aus, die der immer tiefer gehenden europäischen Integration folgt. Viele Normen, gerade im Bereich des Wirtschaftslebens und des Arbeitsrechts, werden mittlerweile durch das europäische Recht bestimmt. Viele Unionsbürgerinnen und Unionsbürger sehen die voranschreitende Integration und die Verlagerung von staatlichen Kompetenzen auf die europäische Ebene allerdings kritisch oder stehen ihr ablehnend gegenüber. Um diesen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen, muss für die EU eine soziale und demokratische Idee entwickelt werden, die den sozialen und demokratischen Fortschritt einer europäischen Integration sichtbar macht. Ein Teil dieser Idee könnte die Überlegung einer Ausweitung der durch die Union garantierten Rechte darstellen. Dies könnte z.B. durch die Bindung privater Akteure an die Grundrechte geschehen, um damit der zunehmenden Privatisierung vorher staatlich organisierter Bereiche und der zunehmenden Macht großer Konzerne etwas entgegen zu setzen. Ob die Grundrechte der EU-GRC im Bereich des Arbeitsrechts dafür offenstehen und ob eine sogenannte Horizontalwirkung von Grundrechten mit der derzeitigen Unionsrechtsentwicklung vereinbar ist, ist Thema meiner Abschlussarbeit.

Die Arbeit wurde im Dezember 2016 beim Schwerpunktbereichsprüfungsamt der Goethe-Universität Frankfurt am Main eingereicht und von meinem Betreuer, Dr. Johannes Heuschmid, mit 13 Punkten bewertet.

Die Arbeit ist hier als PDF abrufbar: Reimer, Vadim: Die Horizontalwirkung der Grundrechte der EU-GRC im Arbeitsrecht, Frankfurt am Main 2016.